Mobilität

Die Lebensqualität der Bewohner und Bewohnerinnen und die Sicherung der Daseinsvorsorge sind bereits heute von essentieller Bedeutung für die Entwicklung einer Region und werden deren Zukunftsfähigkeit künftig noch stärker bestimmen. Die sogenannten weichen Standortfaktoren – darunter auch Mobilitätsangebote für alle Bevölkerungsgruppen – gewinnen immer mehr an Gewicht und werden damit zu wichtigen Einflussgrößen der Strukturpolitik.

Gleichzeitig ist der demografische Wandel kein Zukunftsphänomen mehr, sondern eine Tatsache: Der Rückgang der Geburten und die steigende Lebenserwartung führen zu einer Veränderung der Bevölkerungsstruktur. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin muss sich ebenso wie andere ländliche Regionen mit den Folgen dieser Entwicklung auseinandersetzen. Auch im Landkreis steigt das Durchschnittsalter, auch hier liegen die Sterbequoten seit Jahren über den Geburtenraten, auch hier konnte diese negative natürliche Bevölkerungsentwicklung durch z.T. vorhandene Wanderungsgewinne kaum ausgeglichen werden.

Das Mobilitätsverhalten im Landkreis wird derzeit durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) bestimmt. Mit der demografischen Veränderung, v.a. dem steigenden Anteil älterer Bevölkerung, werden sich auch die Anforderungen an die Mobilitäts-Daseinsvorsorge wandeln. Prognosen des Landes Brandenburg gehen auch aus diesem Grund von einem sinkenden Anteil des MIV am sogenannten Modal-Split aus. Heute sichert die Schülerbeförderung die Anbindung vieler Ortsteile an den ÖPNV. Dies hat bereits jetzt zur Folge, dass das Angebot am Wochenende und in Ferienzeiten vielerorts sehr eingeschränkt ist.

Andererseits eröffnen sich durch neue Energieträger, neue Fahrzeugantriebe und neue Geschäftsmodelle (Stichwort „Nutzen statt Besitzen“) gerade auch im ländlichen Raum Chancen, aus der Energie- und Mobilitätswende Wertschöpfung zu kreieren und innovative Mobilitätsangebote zu erproben und zu implementieren.

Mobilitäts-News

Im Haushaltsjahr 2019 stellt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin versuchsweise 50 T Euro als investive Förderung für gemeinschaftlich genutzte Elektroautos (Dorfmobile) und e-Bikes zur Verfügung.

Zur sicheren Verwahrung hochwertiger Fahrräder und eBikes wurden an mehreren Bahnhöfen Fahrradboxen (z.T. mit Lademöglichkeit) aufgestellt, die gegen eine geringe Unkostenbeteiligung vermietet werden.
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Mobil.Dasein.OPR!

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin war von Januar 2016 bis September 2018 Modellregion für die „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.
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Automatisierter Nahverkehr

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wird die Nutzung von automatisierten Kleinbussen im Rahmen eines vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Forschungsvorhabens erprobt. Seit August 2017 arbeiten die Projektpartner – die Technische Universität Berlin (Institut für Land- und Seeverkehr), die Technische Universität Dresden (Lehrstuhl Verkehrspsychologie), die Ostprignitz-Ruppiner Nahverkehrsgesellschaft mbH und die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg mbH – daran, diese Shuttlebusse auf öffentliche Straßen in Wusterhausen/Dosse zu bringen. Mehr

gefördert vom

E-Mobilität

Elektrofahrzeuge werden mittelfristig ein Baustein umweltfreundlicher Mobilität sein – je nach Einsatzfall batterieelektrisch oder mit Brennstoffzelle. Die Bundesregierung hat dazu einen nationalen Entwicklungsplan erarbeitet.

Die REG mbH ist Ansprechpartner vor Ort und unterstützt Unternehmen und Institutionen bei der Umsetzung von Projektideen. Mehr

Ansprechpartner/in:

Nicola Krettek

Nicola Krettek

Referentin Stadt- und Regionalentwicklung

Telefon: +49 (0) 3391 / 82209-205
nk@reg-nordwestbrandenburg.de

Franz-Erwin Dreschler

Franz-Erwin Dreschler

Referent Wirtschaftsförderung

Telefon: +49 (0) 3391 / 82209-212
fd@reg-nordwestbrandenburg.de