Landrat und REG besuchen das Unternehmen Inselkind in Lindow (Mark)

Abenteuer und Entschleunigung auf der Insel: Landrat besucht besonderes Tourismusprojekt in Lindow (Mark)

Auf der Insel Werder, einer der größten Binneninseln Brandenburgs, ist in den vergangenen Jahren ein außergewöhnlicher Ort entstanden. Bei ruhigem Seegang ging es für Landrat Ralf Reinhardt, Amtsdirektor Karsten Rottstädt, Stefan Schacht und Friederike Conrads vom Unternehmen Inselkind sowie Steffen Müller und Maximilian Decker von der REG Nordwestbrandenburg mit der MS Dorothee in Richtung Insel.

Seit dem Erwerb durch Stefan Schacht im Jahr 2007 entwickelt sich das Gelände Schritt für Schritt zu einem Rückzugsort für Abenteuertourismus, Naturerlebnis und bewusste Entschleunigung. 

Fernab von städtischer Hektik setzt das Konzept bewusst auf Einfachheit. Besucher:innen übernachten in robusten Baumwollzelten, die dank ihrer Materialeigenschaften ein angenehmes Innenklima bieten. Die großzügige Innenhöhe und die bereitgestellten Betten und Matratzen sorgen für Komfort – lediglich ein Schlafsack muss selbst mitgebracht werden. Strom sucht man hier vergeblich, was Teil des Konzepts ist: Reduktion auf das Wesentliche.

Personen im Gespräch auf einem Schiff zur Insel Werder

Ralf Reinhardt (Landrat), Steffen Müller (Geschäftsführer der REG Nordwestbrandenburg), Friederike Conrads (Inselkind), Karsten Rottstädt (Amtsdirektor von Amt Lindow) und Stefan Schacht (Inselkind) auf der Überfahrt zur Insel mit der MS Dorothee. (Foto: Maximilian Decker, REG)

Landrat vor Bienenbett auf der Insel Werder

Ralf Reinhardt (Landrat) lässt sich von Friederike Conrads (Inselkind) die Funktion und Bedeutung des Bienenbetts erklären. (Foto: Maximilian Decker, REG)

Ein besonderes Highlight ist das selbstentworfene Bienenbett. Über den summenden Bienenstöcken ist das Bienenbett auf der Insel ein außergewöhnlicher Ort und ein auf besondere Weise unvergessliches Erlebnis. 

Auch die Infrastruktur bleibt bewusst minimalistisch. Eine Kochstelle, Wasserzugang und einfache Sanitärlösungen bilden die Grundlage. Der Sanitärbereich besteht aus zwei Komposttoiletten, ergänzt durch einen Waschplatz. Für die Körperpflege steht zudem der umliegende See zur Verfügung – selbstverständlich unter Verwendung ökologisch abbaubarer Waschlotionen.

Das Angebot richtet sich an eine vielfältige Zielgruppe. Schulklassen nutzen die Insel ebenso wie Abenteurer, Naturfreunde oder Menschen, die gezielt Ruhe suchen. Die Aufenthaltsdauer variiert zwischen zwei Nächten und bis zu einer Woche. Besonders im Bildungsbereich gewinnt der Standort an Bedeutung: Naturverbundenheit wird hier aktiv vermittelt, insbesondere an Kinder und Jugendliche.

Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist die Zusammenarbeit mit der Salus Klinik. Praktikanten der Einrichtung absolvieren auf der Insel Arbeitseinsätze, die in therapeutische Programme eingebunden sind. So verbindet das Projekt Naturerfahrung mit sozialem und gesundheitlichem Engagement.

Bei einem Rundgang über das Gelände gab es die Möglichkeit das Projekt Inselkind zu erleben und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Hier gibt es konkrete Pläne: Der Bau eines festen Hauses ist vorgesehen. Dieses soll sowohl sanitäre Einrichtungen als auch Unterkünfte für Betreuerinnen und Betreuer sowie einen Gemeinschaftsraum umfassen. Auch hier bleibt die behutsame Entwicklung maßgeblich – ein massentouristischer Ort soll hier nicht entstehen. Landrat Reinhardt lobte im Gespräch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Amt Lindow und dem Unternehmen Inselkind. Durch die nachhaltige Entwicklung und den behutsamen Umgang mit der Insel ist die Akzeptanz für das Projekt bei allen Akteuren sehr groß.

Personen im Gespräch in der Natur auf der Insel Werder

Ralf Reinhardt (Landrat), Friederike Conrads (Inselkind), Stefan Schacht (Inselkind), Karsten Rottstädt (Amtsdirektor von Amt Lindow) und Steffen Müller (Geschäftsführer der REG Nordwestbrandenburg) im Gespräch über die geplanten Entwicklungen auf der Insel. (Foto: Maximilian Decker, REG)