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REG Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg mbH
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Lernen vom alten Fritz - Zuwanderung als Chance

Hohe Asylbewerberzahlen und bestürzende Zustände in den Aufnahmeeinrichtungen prägen dieser Tage die Berichterstattung über Flüchtlinge in Deutschland. Dass Zuwanderung auch für ländliche Regionen eine Chance sein kann, wird dabei oft noch außer Acht gelassen.

Unternehmen sollten die vielfältigen Potenziale von Zuwanderern wie Mehrsprachigkeit (neben der Muttersprache oft auch Englisch oder Französisch), ihre berufliche Erfahrungen und interkulturellen Kompetenzen und ihre hohe Einsatzbereitschaft nutzen. Zuwanderung kann damit im ländlichen Raum zur Stabilisierung des Arbeitskräftepotenzials und zur Tragfähigkeit der Daseinsvorsorge beitragen.Natürlich ergeben sich auch Herausforderungen: Neben kulturellen und sprachlichen Barrieren ist hier die z.T. schwierige Vergleichbarkeit von Berufsabschlüssen zu nennen. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration in den regionalen Arbeitsmarkt sind also zunächst das Erlernen der deutschen Sprache und die Feststellung der vorhandenen Qualifikationen, der Berufserfahrungen und -perspektiven.

Verschiedene Institutionen und Organisationen wie der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, die Agentur für Arbeit Neuruppin und die REG mbH bereiten derzeit Projekte zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen vor, die auf den regionalen Fachkräftebedarf ausgerichtet sind. Beratungsangebote für Arbeitgeber und Zuwanderer bieten auch die IHK, ZAB und das IQ-Netzwerk an.

INFO
Für Asylbewerber und Geduldete (negative Asylentscheidung, aber Abschiebung vorübergehend ausgesetzt) aus sicheren Herkunftsstaaten gilt ab November 2015 ein generelles Beschäftigungs-verbot, alle anderen Bewerber dürfen nur in den ersten drei Monaten des Aufenthalts nicht arbeiten.
In den anschließenden 12 Monaten muss die Erlaubnis der Ausländerbehörde eingeholt und durch die Arbeitsagentur eine Vorrangprüfung durchgeführt werden, ob für die jeweilige Tätigkeit ein Deutscher oder EU-Bürger zur Verfügung steht. Bei Hochqualifizierten und Fachkräften in Engpass-berufen entfällt die Vorrangprüfung. Zustimmungsfrei sind bereits duale Berufsausbildungen und mindestlohnfreie Praktika von bis zu drei Monaten.
Sogenannte Kontingentflüchtlinge und Asylberechtigte (positive Asylentscheidung) erhalten mit der Status-Anerkennung den uneingeschränkten Arbeitsmarktzugang.

Links
Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse für Flüchtlinge (bundesweit) Workeer.de
Flüchtlings-Hilfe-Portal für OPR HelpTo.de
Positiv-Liste der Engpassberufe Arbeitsagentur-Engpassberufe
Beratungsstelle für Arbeitgeber und Anerkennungsberatung IQ-Netzwerk Brandenburg

Download:
Arbeitgeberinformation Bundesagentur für Arbeit (pdf)
Praktika und betriebliche Tätigkeiten (pdf)
Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt - Praxis-Leitfaden für Unternehmen (pdf)


Ihre Ansprechpartnerin:
Nicola Krettek