WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
REG Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg mbH
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Landkreis Ostprignitz-Ruppin
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Fahrerlose Kleinbusse auf den Straßen in Ostprignitz-Ruppin

Die Entwicklung automatisiert fahrender Kraftfahrzeuge schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran und wird die Mobilität der Menschen und Güter verändern. Bis zu einer allgemeinen Zulassung von autonom gesteuerten Pkw im allgemeinen Straßenverkehr ist es noch ein langer Weg, weil das Verhalten dieser Fahrzeuge auf den verschiedensten Straßen und unter allen denkbaren Verkehrsverhältnissen erprobt und eingespielt sein muss. Der Einsatz von automatisiert, d.h. fahrerlos fahrenden Bussen ist vergleichsweise einfacher, weil die zu befahrenden Straßen speziell ausgewählt und einzeln freigegeben werden können - die Busse fahren dann fast wie auf "digitalen Schienen". Außerdem ist hier ein Einsatz auch bei geringeren Höchstgeschwindigkeiten sinnvoll und eine Überwachung durch eine Dispositionszentrale oder in der Anfangszeit ggf. durch einen „Steward“ im Bus möglich.

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin soll daher die Nutzung von automatisierten Kleinbussen im Rahmen eines vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Forschungsvorhabens erprobt werden. Seit August 2017 arbeiten die Projektpartner – die Technische Universität Berlin (Institut für Land- und Seeverkehr), die Technische Universität Dresden (Lehrstuhl Verkehrspsychologie), die Ostprignitz-Ruppiner Nahverkehrsgesellschaft mbH und die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg mbH – daran, diese Shuttlebusse auf öffentliche Straßen zu bringen. In einem detaillierten Auswahlverfahren wurden dazu landkreisweit rund 25 mögliche Einsatzfelder und Strecken auf ihre Eignung geprüft, z.B. als Zubringer zu Bus- und Bahnlinien und für touristische Destinationen, als „Stadtbus“ in Kleinstädten oder auch im Verbindungsverkehr zwischen kleinen Orten. Derzeit beschränken die technischen Möglichkeiten der Fahrzeuge aber noch die Palette dieser grundsätzlich denkbaren Anwendungsfälle und lassen einen Außerortsverkehr nicht zu. Das Genehmigungsverfahren für den Probebetrieb wird daher nun für eine stufenweise erweiterbare Strecke im Stadtgebiet von Wusterhausen/Dosse betrieben.

Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 2 Mio. Euro wird gemäß der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit rund 1,54 Mio. Eurovom BMVI gefördert und läuft bis zum 30. Juni 2020.
Zum Projektverbund gehören als assoziierte Partner außerdem der Landkreis Ostprignitz-Ruppin und Hüffermann Transportsysteme GmbH sowie als private Forschungspartner Büro autoBus und IGES Institut GmbH. Das Projekt wird vom Brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde, dem ADAC Berlin-Brandenburg e.V. und dem Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen e.V. beratend unterstützt.




Download:
PM AutoNV_OPR Projektpartner (pdf)
PM AutoNV_OPR Landkreis OPR (pdf)


Ihre Ansprechpartnerin:
Nicola Krettek